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Wir wollen heiraten  

Anleitung
Es werden Kleingruppen gebildet. Die Schülerinnen und Schüler können im Losverfahren ermittelt werden.
Jede Gruppe erhält drei zusammengehörende Rollenspielkärtchen. In den Kleingruppen wird die auf den Karten beschrieben Szene durchgespielt. Wenn mehr als drei Schülerinnen bzw. Schüler in einer Gruppe sind, erhalten die anderen Beobachtungsaufgaben.

Die einzelnen Gruppen spielen ihre Szenen in der Klasse vor. Die anderen Schülerinnen und Schüler können anschließend Beobachtungen äußern, z.B. dazu, wie einzelne Personen auf sie gewirkt haben (überzeugend, ängstlich,....).
Nachdem die Spielerinnen und Spieler formell aus ihren Rollen entlassen worden sind, können im Klassengespräch folgende Fragen erarbeitet werden:

· Warum entschließen sich ein Mann und eine Frau, eine Ehe einzugehen?
· Warum entschließen sich zwei Männer oder zwei Frauen, eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen? (Motive an der Tafel gegenüberstellen)
· Welche Einstellungen verschiedener Personen und gesellschaftlicher Gruppen zu Ehe und „Homo-Ehe“ sind in den Rollenspielen deutlich geworden?

Im Klassengespräch wird herausgearbeitet, ob sich die Motive von Heterosexuellen und Homosexuellen, einen „Bund fürs Leben“ einzugehen, gleichen oder unterscheiden.

Hinweise:
Wahrscheinlich werden sowohl emotionale als auch rechtliche (ausländische Partnerinnen/Partner) und ökonomische Gründe für das Eingehen einer Ehe sowie einer Lebenspartnerschaft genannt. Die Lehrkraft sollte darüber informieren, dass Eingetragene Lebenspartner in einigen Bereichen gleiche Rechte haben wie Eheleute, aber nicht in allen Fragen, z.B. gibt es noch finanzielle Nachteile. Auch ist eine kirchliche Eheschließung nicht möglich, in einigen evangelischen Gemeinden jedoch eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.

Es ist mit Diskussionen darüber zu rechnen, ob Lesben und Schwule Kinder haben oder bekommen können. Hier sollte die Lehrkraft darüber informieren, dass es Familien mit homosexuellen Eltern gibt (sogenannte Regenbogenfamilien). Sensibel ist damit umzugehen, dass möglicherweise Schülerinnen oder Schüler im Klassenverband einen homosexuellen Elternteil haben, ohne dass dies bekannt ist. Über entferntere lesbische und schwule Verwandte oder Bekannte sprechen Schülerinnen und Schüler zumeist offener. So kann ein persönlicher und anschaulicher Bezug zum Thema hergestellt werden.
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