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Durcheinander im Poesiealbum  

Anleitung
Die Lehrerin bzw. der Lehrer verteilt das Arbeitsblatt, das die Schülerinnen und Schüler zunächst in Partner/innenarbeit bearbeiten. Anschließend wird in der ganzen Klasse über die Ergebnisse diskutiert.

Leitfragen für die Diskussion im Plenum:

1) Sind euch die Zuordnungen schwer gefallen?
2) Welche Zuordnungen fielen euch besonders leicht? Weshalb?
3) Was meint ihr, wie die Leute reagieren, wenn Tom gern Ballett macht und Lisa „StarTrek“ schaut?
4) Fallen euch weitere Interessen, Vorlieben, Wünsche oder Eigenschaften ein, die ihr für typisch männlich oder typisch weiblich haltet?
5) Wie ist es zu erklären, dass Mädchen und Jungen oft so unterschiedliche Interessen und Vorlieben haben?

Hinweise:
Betrachtet man die vergangenen Jahrzehnte, so lässt sich in unserer Gesellschaft ein deutlicher Wandel der Geschlechterrollen beobachten. Immer mehr Eigenschaften, Verhaltensweisen und Tätigkeitsbereiche, die früher eindeutig Männern oder Frauen zugeordnet wurden, gehören mittlerweile gleichermaßen in das Männer- wie auch das Frauenbild der meisten Menschen. So sind auch die Beispiele auf dem Arbeitsbogen zu diesem Unterrichtsvorschlag nicht (alle) klischeehaft zugeordnet.

Die Suche nach der eigenen Identität ist als wesentliche Entwicklungsaufgabe innerhalb der Adoleszenz von der Auseinandersetzung mit der in Alltag und Lebenswelt ständig zu beobachtenden Annäherung der Geschlechterrollen ebenso geprägt wie von der Konfrontation mit den in bestimmten Bereichen noch immer vorherrschenden Geschlechterstereotypen und klaren Rollenerwartungen. Um ihre eigene Persönlichkeit entfalten, ihre Umwelt differenziert betrachten und andere Menschen in ihrer Seinsweise respektieren zu können, sollten die Schülerinnen und Schüler mit der Vielfalt auch solcher Lebensweisen, die von der Zwei-Geschlechter-Norm abweichen, vertraut gemacht werden.

Es ist zu erwarten, dass die meisten Schülerinnen und Schüler ihre Zuordnungen entsprechend der Geschlechterstereotypen vornehmen und mit Hilfe derselben begründen werden. Den Schülerinnen und Schülern soll verdeutlicht werden, wie stark die Einschätzung einer Person von der Wahrnehmung ihres körperlichen Geschlechts dominiert ist. Ferner kann problematisiert werden, wie stark sich Menschen, ob bewusst oder unbewusst, in ihrer Entwicklung von gesellschaftlichen Rollenerwartungen leiten lassen.
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